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Grogarnsberget
18.01.2016
Der Grogarnsberg ist ein ca. 30 Meter hohes Felsplateau und Naturreservat in Östergarn, auf dem eine ehemalige Höhenburg lag. Hier und ganz in der Nähe in Kräklingbo standen einst die größten vorgeschichtlichen Wallburgen (schwed. fornborg) Skandinaviens.

Die Wallburg lag einst auf dem Grogarnshaupt, der Nordspitze des Grogarnberges. Der 30 Meter hohe aufs Meer hinausragende Felsen bot Schutz nach drei Seiten. Im Süden wurden zwei bis zu 100 Meter lange Steinwälle aufgeschichtet, die wahrscheinlich Palisaden (vermutlich zugespitzte Pfähle) trugen. Bei archäologischen Untersuchungen der äußeren Wallanlage wurden Pfeilspitzen aus der späten Vendelzeit (550–800 n. Chr.) entdeckt, die einen Anhaltspunkt für die Datierung der Burg lieferten. Gefundene Holzpfosten (vermutlich ehemals Teile der Palisaden) konnten auf das Jahr 740 n. Chr. datiert werden. Im Westen, Osten und Süden liegen die historischen Häfen Katthammarsvik, Herrvik und Sandviken, die Ausgangspunkte für Fahrten ins Baltikum darstellen. Die Häfen gehen wahrscheinlich auf vendel- und wikingerzeitliche (800-1100 n. Chr.) Häfen in der damals tief eingeschnittenen Bucht zwischen dem Östergarns- und dem Grogarnsberg zurück. Auf Gotland sind insgesamt 82 derartige Burganlagen bekannt und die meisten Anlagen hatten weniger als 800 m² Innenfläche.

Grogarnsberget war mit 450 m × 100 m (45000 m²) eine der beiden größten Burgen der Insel und hatte einen äußeren und einen inneren Wall. Im Inneren der Burg fand man, anders als auf anderen Burghügeln der Insel, Hausfundamente aus der römischen Eisenzeit-Völkerwanderungszeit ca. 400-550 n. Chr. (Quelle: Wikipedia).

[ Panoramamontage aus 5 Querformataufnahmen ]

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Sommer 2012 | Grogarnsberget | Östergarn | Gotland | Schweden

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